BIs fragen wegen Verkehrsentwicklungsplan nach

Die drei Lagenser Bürgerinitiativen gegen den Bau der B239n/B66n haben den Bürgermeister der Stadt Lage daran erinnert, den schon lange in Aussicht gestellten Verkehrsentwicklungsplan endlich der Öffentlichkeit vorzustellen.

Der Brief im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Liebrecht,

die drei Bürgerinitiativen Lages gegen die Bundesstraßenvorhaben B 66n und B 239n beobachten die derzeitige Innenstadtentwicklung sehr aufmerksam und erwarten, dass der hoffentlich inzwischen fertiggestellte Verkehrsentwicklungsplan (VEP) wie versprochen, nun bald der Öffentlichkeit vorgestellt wird.

Die Homepage der Stadt Lage zeigt dazu folgenden Stand:
Verkehrsentwicklungsplanung Lage
Die übergeordnete Verkehrsplanung der Stadt orientiert sich bislang an der Verkehrsentwicklungsplanung aus dem Jahre 1994. Das Planwerk ist bei der Fachgruppe Tiefbau im Rathaus III einsehbar.
Nachdem wesentliche Impulse des Werkes wie z. B. die Verkehrsberuhigungsmaßnahmen und die Förderung des Radverkehrs stadtweit realisiert wurden, sind heute gegenüber dem früheren Planwerk veränderte Planungsansätze erkennbar. Aufgrund der absehbaren demographischen Entwicklung und der beabsichtigten Stärkung des inneren Stadtbereichs sind spürbare Auswirkungen auf den Verkehrsbereich zu erwarten.Vor diesem Hintergrund soll der Verkehrsentwicklungsplan für den Prognosezeitraum bis zum Jahr 2025 neu bearbeitet werden.
Das Werk befindet sich derzeit in der Erarbeitungsphase und wird voraussichtlich im Frühjahr 2014 vorliegen.

„Lobenswert ist“, so Gerd Bicker von der BI B 66n- ohne uns! “dass schon einmal der Vorschlag ‚Umbau Kreuzung Wendt, Bielefelder Straße‘ als ’sinnvolle verkehrliche Maßnahme‘ aus dem VEP Katalog umgesetzt wurde.“

2. Die Stadt Lemgo arbeitet z.Zt. an einem Klimaschutzteilkonzept Verkehr, das im Frühjahr 2015 fertig werden soll. Was passiert zu diesem Thema in Lage ?

3. Der neue Bundesverkehrswegeplan (BVWP) geht 2015 in die Endphase.
Noch immer gibt es für die BIs keine Antwort des Bürgermeisters auf die Frage, warum in der Ratssitzung vom 21.06.2012 mehrheitlich für das Teilstück B 239n um Ehrentrup gestimmt wurde, aber wenig später der sogenannte Regionalrat (Beschlussvorlage RR-34/2012) dem Bundesverkehrsministerium (BMVI) auch auf Vorschlag der Stadt Lage, die kompletten Bundesstraßenabschnitte B 66n und B 239n als Empfehlung vorgelegt wurden.

Unterzeichner: Kreis Lippe, Stadt Lage, IHK Lippe.

Zur Erinnerung: Drei Bürgerinitiativen, Ratsleute der Stadt Lage und betroffene Verbände hatten sich an mehreren „Runden Tischen“ intensiv mit dem Thema Bundesstraßenneubau um Lage beschäftigt und es hat nach demokratischen Regeln im Juni 2012 o.g. Ratsabstimmung dazu gegeben.

Mit welchem Recht haben sich der Bürgermeister und die Verwaltung der ‚Stadt Lage‘ nun völlig anders positioniert ?

Über eine baldige Antwort würden wir uns freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Wir bleiben dran…

 

erstellt am: 15.11.2014 | von: hjhartmann
letztes Update: 15.11.2014 | Kategorie(n): Allgemein

Kommentare zu diesem Artikel

Kommentar schreiben

Kommentar

« | »